Der größte urbane Mythos der Welt
14. Mai 2007
Der größte urbane Mythos der Welt
Viel Glück, Mr. Gorsky: Am 20. Juli 1969 betrat Neil Armstrong, der Kommandant der Apollo 11, als erster Mensch den Mond.
Seine ersten Worte – „Das ist nur ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer für die Menschheit“ – hörten Millionen von Menschen. Danach sagte er: „Viel Glück, Mr. Gorsky!“ Die Mitarbeiter der NASA dachten, er spräche über einen russischen Kosmonauten, aber es stellte sich heraus, dass es im russischen Raumfahrtsprogramm keinen Gorsky gab. Im Laufe der Jahre wurde Armstrong immer wieder gefragt, was er mit „Viel Glück Mr. Gorsky“ gemeint hatte, aber er weigerte sich zu antworten, weil er den Mann nicht bloßstellen wollte. Als Mr. Gorsky starb, konnte Armstrong die Geschichte endlich erzählen.
Als er einmal als kleiner Junge im Hof spielte, musste er seinen Ball aus dem Garten der Nachbarn holen. Dabei hörte er, wie seine Nachbarin, Mrs. Gorsky, ihren Mann, Mr. Gorsky, anschrie: „Sex! Du willst Sex? Du kriegst Sex, wenn der Junge von nebenan auf dem Mond herumspaziert!“
Leider gehört nicht nur diese Geschichte ins Reich der Fantasie – Neil Armstrong hat niemals die Worte „Viel Glück Mr. Gorsky“ gesagt. Die Geschichte ist ein im Internet verbreiteter Mythos und ein ausgezeichnetes Beispiel für die alte Weisheit, dass eine Lüge dreimal um die Erde laufen kann, bevor sich die Wahrheit überhaupt die Schuhe anzeiht.

Aus dem Buch:
Symons, Mitchell; Wussten Sie schon…?; 2004; Goldmann Original
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Mitchell Symons, geboren 1957 in London, studierte Jura, arbeitete beim Fernsehsender BBC und war einer der Autoren für das Spiel Trivial Pursuit. Heute arbeitet er als freier Journalist und Autor. Neben seinen erfolgreichen Büchern, schreibt er eine wöchentliche Kolumne für „Sunday Express“.